Die Brutvögel

Nordrhein-Westfalens

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Westfälische
Ornithologengesellschaft
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Zum Gebrauch der Artkapitel

Gebrauch Artenkapitel - Grafik 1

1 Verbreitung

Hier wird die Verbreitung der Art in Nordrhein-Westfalen beschrieben. Bei Arten deren Arealgrenze durch NRW verläuft, oder die aus anderen Regionen eingebürgert wurden, wird darüber hinaus auch auf das allgemeine Verbreitungsgebiet eingegangen. Ansonsten versteht sich der Text als Vertiefung des Atlas Deutscher Brutvogelarten (ADEBAR, in Vorb.), der die deutschland- und weltweite Verbreitung beschreibt.

Verbreitungskarte

Unter dem Foto finden Sie eine Karte zur Brutverbreitung. Die Punkte zeigen in neun Stufen die Häufigkeit pro Quadrant der Topografischen Karte 1 : 25.000 (TK25/4), deren Blattnummern zur besseren Orientierung am linken Kartenrand beispielhaft angegeben sind. Dabei stehen die ersten beiden Ziffern für die Zeilen-, die letzten beiden für die Spaltennummer. Für alle seltenen und mittelhäufigen Arten beruhen die Verbreitungsangaben auf den pro Kartenblatt durchgeführten Kartierungen. Für die häufigen Arten stellen die Punkte das pro TK25-Quadrant aufsummierte Ergebnis einer Modellierung dar, die auf der Erfassung von 170 landesweit repräsentativ verteilten, 1 km2 großen Probeflächen im Rahmen der Ökologischen Flächenstichprobe (ÖFS) beruhen. Alle Karten sind auch für Rot-Grün-Sehschwäche optimiert.

Siedlungsdichtekarte

Für die häufigen Arten werden zusätzlich modellierte Siedlungsdichtekarten präsentiert.
Sie sind Grundlage der Verbreitungskarten und zeigen die Häufigkeit für jeden der knapp 34.000 Quadratkilometer. Die Modellierung beruht auf den Daten der ÖFS, die mit 20 landesweit vorliegenden Umweltinformationen verknüpft wurden, um Häufigkeit und Verbreitung über die Probeflächen hinaus für ganz Nordrhein-Westfalen berechnen und darstellen zu können. Das Bestimmtheitsmaß R² gibt die Modellgüte an (s. Kapitel „Die Atlasentstehung“).

2 Lebensraum

In diesem Abschnitt werden die zur Brutzeit in Nordrhein-Westfalen besiedelten Lebensräume und genutzten Neststandorte beschrieben.

3 Bestandsentwicklung

Hier wird die Bestandsentwicklung der letzten etwa 100 Jahre zusammenfassend dargestellt. Als Quellen wurden für den Landesteil Nordrhein herangezogen: Le Roi (1906) sowie Le Roi & Geyr von Schweppenburg (1912), Neubaur (1957) und Mildenberger (1982, 1984) sowie die Verbreitungsatlanten von Wink (1987) und Wink et al. (2005). Für Westfalen wurden ausgewertet Peitzmeier (1969) und dessen Ergänzung von Gries et al. (1979) sowie der Brutvogelatlas von NWO (2002). Daneben wurde auf Einzelpublikationen, die Roten Listen und Ergebnisse der Monitoringprogramme zurückgegriffen. Darüber hinaus wird die Bestandsentwicklung in Europa, Deutschland und den Niederlande ab 1980 bzw. 1990 skizziert, sofern Angaben vorliegen.

Trenddiagramm

Das landesweite Brutvogelmonitoring erlaubt für eine Reihe von seltenen und häufigen Arten zumindest in mehrjährigem Abstand die Bestandsentwicklung nachzuzeichnen. Für die häufigen Arten beruhen die Diagramme auf den Daten der Ökologischen Flächenstichprobe (ÖFS, ab 2002), und des Monitorings häufiger Brutvögel (beginnend 1994; Flade & Schwarz 2004, Mitschke 2006). Somit kann die Bestandsentwicklung je nach Art entweder ab 1994 oder ab 2002 dargestellt werden. Die Ergebnisse sind als Indexkurven dargestellt, die die jährliche Veränderung in Prozent angeben.

Die im Rahmen des Monitorings seltener Brutvögel sowie von Artspezialisten jährlich flächendeckend erhobenen Bestände einiger sehr seltener oder im Fokus des Naturschutzes stehender Arten erlauben es, für eine ganze Reihe von Arten die Entwicklung exakt nachzuzeichnen. Für diese Arten werden die landesweiten Gesamtbestände als Balken dargestellt. Sofern aus dem Brutvogelmonitoring langjährige Datenreihen ab mindestens 1994 vorliegen, bezieht sich die Bilanz der Bestandsveränderung auf diese Daten. Z. B. hat der Bestand des Graureihers demnach seit 1994 um 25 % zugenommen.

Veränderungskarte

Für alle seltenen und mittelhäufigen Arten wird in den Veränderungskarten die Entwicklung seit der letzten Atlaskartierung in Westfalen (1989-1994, NWO 2002) und der Region Nordrhein (1990-2000, Wink et al. 2005) dargestellt. Die Veränderungen des besiedelten Areals sind dabei flächig dargestellt, die absolute Bestandsveränderung als Punkte und Quadrate. Für die häufigen Arten ließen sich aufgrund der unterschiedlichen Erfassungsmethodiken zwischen den Atlaskartierungen keine Veränderungskarten erstellen.

4 Gefährdung / Schutz

Hier erfolgen Angaben zu konkret in Nordrhein-Westfalen vorhandenen Gefährdungen und bereits praktizierten sowie möglichen Schutzmaßnahmen. Die Gefährdungseinstufungen stammen aus der bei der Texterstellung gültigen Roten Liste der gefährdeten Brutvögel (Sudmann et al. 2008). Die aktuell gültigen Einstufungen finden Sie unter den Kennzahlen.

5 Kennzahlen

Brutverbreitung 2005-2009

Angegeben sind der Bestand (in der Regel als Spanne) und dessen Einheit. Unterschieden werden je nach notwendigem Kriterium zur Wertung eines Nachweises vier Kategorien: Individuen, Reviere, Paare und Brutpaare. Weiterhin sind die Anzahl der besiedelten TK25-Quadranten und die Rasterfrequenz, d. h. der Anteil der besiedelten Kartenblätter aufgeführt.

Veränderungen der Brutverbreitung

Angegeben werden die Areal- als auch Bestandsveränderungen gegenüber den letzten Atlaskartierungen in den 1990er Jahren.

Trend

Im Vergleich zur Bestandsveränderung seit den 1990er Jahren wird hier die Entwicklung seit 1985 als Grundlage für die Gefährdungsanalyse der Roten Liste gefährdeter Brutvögel dargestellt: ↑↑ = starke Zunahme (> 50 %), = moderate Zunahme (> 20 %) = stabil (± 20 %), = moderate Abnahme (> 20 %), ↓↓ = starke Abnahme (> 50 %).

Gefährdung

Aktuelle Gefährdungseinstufung nach der Roten Liste der gefährdeten Brutvögel Nordrhein-Westfalens in der 5. Fassung (Stand Dezember 2008).

Gesetzlicher Schutz

Aktuelle Einstufungen nach der Bundesartenschutzverordnung und der EU-Vogelschutzrichtlinie.

 

Inhalt

Artenverzeichnis

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