Die Brutvögel

Nordrhein-Westfalens

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Blaukehlchen (Luscinia svecica)

Bestandsentwicklung

Veränderungskarte Blaukehlchen

Veränderung der Brutverbreitung

Blaukehlchen-Vorkommen sind starken Populationsschwankungen unterworfen. Die Art ist in der Lage, sehr rasch geeignete Lebensräume zu besiedeln, verschwindet aber kurzfristig wieder, wenn benötigte Habitatelemente nicht mehr vorhanden sind. Nachdem um 1930 rund 200 Reviere landesweit existierten, erlosch der Bestand bis Mitte der 1930er Jahre in Westfalen (Peitzmeier 1969) und 1983 am Unteren Niederrhein (Holland & Wille 1991). Restbestände überlebten nur noch im Elmpter Schwalmbruch und Lüsekamp im Kreis Viersen (Hubatsch 1983). Die Wiederbesiedlung Westfalens begann 1980 mit einem Brutpaar in den Rieselfeldern Münster (NWO 2002), wo 2009 mit 40 Revieren die höchste Siedlungsdichte in NRW erreicht wurde. Die Zunahme der Art in den Niederlanden in den 1970er und 1980er Jahren (Bijlsma et al. 2001, van Diermen et al. 2002) führte vermutlich zur Wiederbesiedlung Westfalens. Gleichzeitig und parallel zum Niederrhein wurden im westlichen Münsterland die Vennund Moorgebiete wiederbesiedelt (NWO 2002). Der Bestandshöhepunkt in NRW im Zeitraum 1995-2008 wurde 2000/01 mit rund 120 Paaren erreicht. Die Zusammenstellung der festgestellten Reviere ergab für die Jahre 2006-2008 97 Paare (Pleines & Jöbges 2010).

Damit hat sich der Bestand in NRW gegenüber Anfang der 1980er Jahre zwar vervielfacht, trotzdem ist der Anstieg nicht so positiv verlaufen wie in den Nachbarländern Hessen (1975: 40 Rev., aktuell 600-700; Kreuziger & Stübing 2005, HGON 2010), Niedersachen (1975:

< 20 Rev., 2001: ca. 3.000; Krüger 2002) und in den Niederlanden (1970: 800 Rev., 1990: 6.500; Bijlsma et al. 2001). Von 1990 bis 2010 kam es in den Niederlanden zu einer Verdreifachung der Brutbestände (SOVON 2012). In Deutschland verdoppelte sich der Brutbestand innerhalb von zehn Jahren von 3.350 Rev. im Jahr 1996 (Franz 1998) auf 6.146-6.975 Rev. im Jahr 2005 (Kreuziger & Stübing 2005) und stieg weiter an auf 8.500-15.000 Rev. im Kartierungszeitraum für den Atlas (ADEBAR, in Vorb.).

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