Die Brutvögel

Nordrhein-Westfalens

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Feldsperling (Passer montanus)

Bestandsentwicklung

Bereits um 1900 zählte der Feldsperling zu den fünf häufigsten Brutvogelarten in Nordrhein, wenn er auch immer seltener als der Haussperling war (Le Roi 1906, Mildenberger 1984). Aufgrund eines wachsenden Angebots von Nistkästen wanderte er in den 1950er bis 1970er Jahren in bis dato nicht besiedelte Wirtschaftswälder ein, was zu einer Lebensraumerweiterung und einem Bestandsanstieg führte (Mildenberger 1984). In diesem Zeitraum besetzte der Feldsperling stellenweise bis zu 80 % der Nistkästen, eine heutzutage kaum noch zu glaubende Größenordnung.

Ab den 1970er Jahren setzten jedoch mit der Intensivierung der Landwirtschaft die Bestandsrückgänge in der Kulturlandschaft ein (Mildenberger 1984). Aufgrund der hohen Bestandszahlen geschah dies zunächst schleichend und wurde kaum bemerkt (Nottmeyer-Linden in NWO 2002, Wink et al. 2005), obwohl die Bestandsgröße in den 1990er Jahren mit 70.000-150.000 BP bereits deutlich geringer war als die für die 1970er Jahre von Gries et al. (1969) und Mildenberger (1984) genannte Größenordnung von 200.000 bis 1 Mio. Paaren. Lediglich bei lokalen Bestandserfassungen wurden die gravierenden Verluste deutlich (z. B. ABU 1989, Erhard & Wink 1991, Laske et al. 1991).

Im Zeitraum 2005-2009 lag der Landesbestand bei nur noch 73.000-115.000 Rev., wobei sich nach den Monitoringdaten der Bestand seit 1994 nahezu halbiert hat. Gegenüber dem Beginn der 1980er Jahre dürfte der Verlust mehr als 80 % betragen (Sudmann et al. 2008).

Bundesweit fluktuieren die Bestände zwar, gehen jedoch ebenfalls zurück (ADEBAR, in Vorb.). In den Niederlanden kam es zwar von 1990 bis 2010 zu großen Fluktuationen, insgesamt hat die Art dennoch etwa 60 % des Bestands eingebüßt (SOVON 2012). Ein Rückgang um 50 % mit anschließender Bestandsstabilisierung wurde in Europa von 1980 bis Mitte der 1990er Jahre registriert (PECBMS 2011).

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