Die Brutvögel

Nordrhein-Westfalens

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Fichtenkreuzschnabel (Loxia curvirostra)

Bestandsentwicklung

Veränderungskarte Fichtenkreuzschnabel

Veränderung der Brutverbreitung

Die Vorkommen in den Nadelwäldern der Mittelgebirge sind schon seit langem bekannt. Rade & Landois (1886) nennen den Fichtenkreuzschnabel als spärlichen Brutvogel im Teutoburger Wald und im Sauerland. Le Roi (1906) führt sowohl aus den Mittelgebirgen als auch aus dem Tiefland verschiedene Beobachtungen auf. Die Einwanderung der Art in Wälder des Tiefund Hügellandes wurde durch den verstärkten Anbau der Fichte begünstigt. Vermutlich hatte diese Entwicklung schon im 19. Jahrhundert eingesetzt, bekam aber nach 1945 einen erheblichen Schub (Glutz von Blotzheim & Bauer 1997).

Während bis Ende der 1970er Jahre mehrfach stärkere Einflüge und Invasionen registriert wurden (Erhard 1976, Mildenberger 1984, Fellenberg 1986), wurden Brutnachweise nur selten erbracht, so dass der Fichtenkreuzschnabel als seltener, wenn auch regelmäßiger Brutvogel der Mittelgebirge galt (Peitzmeier 1969, Mildenberger 1984). Danach scheint es in den Jahren ohne Invasionen zu einer Zunahme der in NRW brütenden Fichtenkreuzschnäbel gekommen zu sein, was auch mit dem Aufwachsen der Fichtenforste in Zusammenhang gebracht werden kann. Diese Ereignisse sind jedoch nicht zu quantifizieren, da sie von den Einflügen und den damit verbundenen Arealveränderungen überlagert werden (Wink et al. 2005), die auch für den stark negativen Wert bei der Bestandsveränderung verantwortlich sind.

Der aktuelle Bestand in NRW schwankt zwischen 500 und 2.000 Rev. — abhängig vom Nahrungsangebot. In besonders starken Invasionsjahren kann er noch weiter ansteigen, wie z. B. im Winter 1990/91. Auch in Deutschland (ADEBAR, in Vorb.) und in den Niederlanden (SOVON 2012) schwankt der Bestand sehr stark, wobei in den Niederlanden ein Anstieg der Brutpaarzahlen in Normaljahren verzeichnet wird. Der letzte stärkere Einflug fand in den Niederlanden 2004 statt (SOVON 2012).

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