Die Brutvögel

Nordrhein-Westfalens

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Goldammer (Emberiza citrinella)

Bestandsentwicklung

In Nordrhein war die Goldammer ein sehr häufiger Brutvogel (Le Roi 1906), und in Westfalen hatte die Art ihren Schwerpunkt in der Parklandschaft und in Wald-Feld-Mischgebieten (Peitzmeier 1969). Auf einen Rückgang seit Beginn des 20. Jahrhunderts weisen viele Autoren hin (z. B. Peitzmeier 1969). Bis in die 1960er, gebietsweise auch bis in die 1980er Jahre war die Goldammer ein weit verbreiteter und häufiger Jahresvogel, dessen Bestand seither aber großräumig infolge der Ausräumung der Landschaft und der Intensivierung der Landwirtschaft stark zurückgegangen ist (Mildenberger 1984, Wink et al. 2005). In Hagen ist seit Anfang der 1990er Jahre ein deutlicher Abwärtstrend zu verzeichnen (Welzel in AG Avifauna Hagen 2009). Andererseits hat die Art im Großraum Bonn von 1975 bis 2000 die besiedelte Fläche vergrößert (Rheinwald & Kneitz 2002).

Aktuell liegt der Brutbestand bei 145.000-195.000 Rev. und damit in der gleichen Größenordnung wie auch in den 1990er Jahren. Auch die Monitoringdaten zeigen einen nur leichten Rückgang seit 1994.

In Deutschland hat der Bestand in den 1990er Jahren im Osten deutlich zugenommen, und erst in den letzten Jahren ging er wieder leicht zurück. Dagegen war der Bestand im Westen bis 2000 stabil und ist seitdem rückläufig (ADEBAR, in Vorb.). Deutliche Bestandszunahmen um etwa 40 % gab es auch in den Niederlanden in den 1990er Jahren; nachfolgend stabilisierte sich das Niveau (SOVON 2012). In Europa ist der Bestand von 1980 bis 2002 dagegen kontinuierlich um etwa 40 % zurückgegangen und seitdem konstant (PECBMS 2011).

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