Die Brutvögel

Nordrhein-Westfalens

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Grauspecht (Picus canus)

Bestandsentwicklung

Veränderungskarte Grauspecht

Veränderung der Brutverbreitung

In den letzten Jahren wurden verschiedentlich Bestandsrückgänge gemeldet. Wink et al. (2005) berichten von einem statistisch signifikanten Arealschwund, da sich in Nordrhein der Bestand im Vergleich zu den Angaben von Wink (1987) mehr als halbiert hat. Rückgänge wurden auch aus Westfalen berichtet. So untersuchte Müller Mitte der 1990er Jahre und 2005 erneut dieselbe Fläche im Rothaargebirge: Die Anzahl der Brutreviere sank von 14 auf 6 (Weiss et al. 2007). Jedoch liegen auch Beobachtungen über gleichbleibende Bestände vor (Weiss 1998). Müller & Weiss in NWO (2002) zeigten, dass die Bestandshöhe des Grauspechtes mit damals kalkulierten rund 1.000 Rev. in Westfalen auf einem ähnlichen Wert lag wie 30 Jahre zuvor (Peitzmeier 1969).

Für 2005 wurde mit Hilfe der ÖFS ein Bestand von etwa 1.000 Rev. für ganz NRW errechnet (Weiss et al. 2007), woraus sich eine deutliche Abnahme ergibt. Nach den Atlaskartierungen hat sich der Bestand weiter auf 650-1.000 Rev. im Zeitraum 2005-2009 verringert. Im Vergleich zu den Atlaskartierungen in den 1990er Jahren fallen die großräumigen Bestandsrückgänge in den westfälischen Mittelgebirgen auf, denen nur lokale Zunahmen gegenüberstehen. Dagegen haben in der Nordeifel Bestandszunahmen stattgefunden.

Es wäre plausibel, wenn zukünftig zumindest örtlich leichte Zunahmen in Folge des deutlich erhöhten Angebots von offenen Waldflächen durch die Auswirkungen des Orkans Kyrill beobachtet würden. Die stabilisierende Wirkung von günstigen Nahrungsflächen zeigen auch die überdurchschnittlich guten Vorkommen im Bereich von Heideflächen und Truppenübungsplätzen, wie z. B. in der Wahner Heide (Hauth & Skibbe 2010).

In Europa weisen die Bestände große Fluktuationen, aber keinen Trend auf (PECBMS 2011). Für Deutschland wird ein Rückgang von mehr als 20 % für den Zeitraum 1980 bis 2005 angegeben (Südbeck et al. 2007), wobei es in Hessen, dem Bundesland mit dem bundesweit größten Bestand, von 1994 bis 2009 zu größeren Schwankungen ohne gerichteten Trend kam (HGON 2010).

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