Die Brutvögel

Nordrhein-Westfalens

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Kernbeißer (Coccothraustes coccothraustes)

Bestandsentwicklung

Schon um 1900 galt der Kernbeißer in Nordrhein als weit verbreiteter Brutvogel, der jedoch nirgendwo zahlreich anzutreffen war (Le Roi 1906). Diese Auffassung wurde von Neubaur (1957) und Mildenberger (1984) bestätigt. Auch in Westfalen war die Art schon immer weit verbreitet, wurde dort sogar für die Parklandschaft als stellenweise häufig beschrieben (Peitzmeier 1969). Seltener war die Art im Sauerland und im Ruhrgebiet.

Abgesehen von lokalen Abund Zunahmen sowie den natürlichen Fluktuationen sind bis in die 1970er Jahre hinein keine überregionalen Bestandsänderungen bekannt geworden (Peitzmeier 1969, Mildenberger 1984, Bellebaum in NWO 2002). Erst Wink et al. (2005) stellten eine deutliche Bestandsund Arealzunahme in allen Teilen von Nordrhein in den 1980er Jahren fest. Dies stimmt mit den Verhältnissen in den Niederlanden überein, wo ebenfalls eine starke Zunahme nachgewiesen wurde (SOVON 2002).

Aktuell beträgt der Brutbestand nach den Hochrechnungen der ÖFS 13.500-24.000 Rev. in NRW, was geringfügig unterhalb der in den 1990er Jahren kartierten Bestandsgröße liegt. Aufgrund der schwierigen Erfassbarkeit der Art läßt sich daraus kein Trend ableiten. Bundesweit hat sich der Bestand seit Beginn der 1990er Jahre negativ entwickelt (ADEBAR, in Vorb.). In den Niederlanden gab es in der zweiten Hälfte der 1990er Jahre ein Bestandshoch bei ansonsten recht konstantem Bestand (SOVON 2012). Der Trend für Europa verläuft in diesem Zeitabschnitt gleich, zeigt aber seit 1985 lediglich Fluktuationen und keinen gerichteten Trend (PECBMS 2012).

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