Die Brutvögel

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Lachmöwe (Larus ridibundus)

Bestandsentwicklung

Veränderungskarte Lachmöwe

Veränderung der Brutverbreitung

Die Lachmöwe ist eine Pionierart, welche schnell Kolonien gründet, diese aber auch wieder aufgibt. Wann die Lachmöwe erstmals in NRW gebrütet hat, ist unklar. Das erste dokumentierte Brutvorkommen stammt von 1908 bei Kevelaer im Kreis Kleve (Le Roi & Geyr von Schweppenburg 1912). Doch dürfte es bereits früher Bruten gegeben haben, da an großen, zumal früher unverbauten Flüssen (Rhein, Weser) etwaige Lebensräume existiert haben müssen. Dennoch wurden entlang des Rheins bis vor wenigen Jahren nie mehr als 250 BP erfasst (Mildenberger 1982, Wink et al. 2005). Zwischenzeitlich war die Art hier sogar verschollen (Bellebaum 2002), doch 2011 nisteten auf dem Diersfordter Waldsee mindestens 250 Paare (Sudmann briefl.).

Im NSG Zwillbrocker Venn wurde 1934 die erste Brut bekannt, worauf sich das Gebiet schnell zum größten Nistplatz in NRW entwickelte. Im Jahr 1987 wurde hier ein Maximalbestand von 15.200 BP erreicht (Schwöppe et al. 1988). Obwohl der Bestand seitdem stark zurückgegangen ist und 2006 bei 3.000-4.000 BP lag (Biologische Station Zwillbrock in Team Sammelbericht 2007), handelt es sich nach wie vor um die größte Kolonie in NRW. Zum Zeitpunkt der höchsten Landesbestände in den 1980er Jahren traten auch die südlichsten Brutvorkommen in NRW im Kreis Düren (Wink 1987) und im Kreis Mettmann (Böhm 1985) auf.

1980 betrug der Landesbestand 12.000-17.000 BP. Bis Mitte der 1990er Jahre war er deutlich zurückgegangen und lag bei 7.000-8.000 BP (Bellebaum & Ikemeyer 1996). Auch in den nachfolgenden Jahren hielt der Rückgang an, und im Zeitraum 2005-2009 waren es nur noch 4.000-6.000 Paare. In Deutschland wurde ebenfalls in den 1980er Jahren das Maximum erreicht, und seither gehen die Bestände kontinuierlich zurück (Bellebaum 2002). Das gleiche Bild zeigt sich auch in den Niederlanden, wo sich die Bestände von 1990 bis 2010 halbierten (SOVON 2012).

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