Die Brutvögel

Nordrhein-Westfalens

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Rabenkrähe (Corvus corone)

Bestandsentwicklung

Die Rabenkrähe war schon immer eine recht häufige Art in NRW (Rade & Landois 1886, Le Roi 1906), der jedoch insbesondere in den Niederwildrevieren im Tiefland stark nachgestellt wurde. Beliebte Methoden waren das Auslegen von Gifteiern, die Verwendung von Krähenmassenfallen und das Ausschießen von Nestern (z. B. Mildenberger 1984), die intensiv betrieben sogar zur lokalen Ausrottung führten (Peitzmeier 1969). Erst 1987 erlangte die Rabenkrähe gesetzlichen Schutz. Bis zu diesem Zeitpunkt gab es nur in den Nachkriegsjahren eine Zeit der Jagdruhe, die zu einer gleichmäßigeren Verbreitung und stabileren Beständen führte (Mildenberger 1984).

Seit den 1980er Jahren steigen die Bestände an (Nottmeyer-Linden in NWO 2002, Rheinwald & Kneitz 2002, Wink et al. 2005). Während sie in der offenen Landschaft ihr Maximum erreicht haben dürften, hält der Einzug in die Städte weiter an. Die Verstädterung begann in den 1960er Jahren. Peitzmeier (1969) zählt noch Einzelbeispiele von Bruten der Rabenkrähe in der Peripherie der Städte oder als Ausnahmeerscheinung in der Innenstadt auf. Seitdem wurde vielfach über die Einwanderung bis in die Innenstädte berichtet (z. B. Würfels 1994b, Härtel 2002, Kretzschmar & Neugebauer 2003, Hurtmann 2005), und die Rabenkrähe ist mittlerweile in den meisten Städten zu einem vertrauten Bild geworden.

Der aktuelle Brutbestand liegt in NRW bei 68.000-87.000 Rev., was fast zwei Drittel über dem Bestand der 1990er Jahre liegt. Die Ergebnisse des Monitorings belegen eine Bestandszunahme über 20 % seit den 1990er Jahren. In Europa wurden in den 1980er Jahren Bestandszunahmen verzeichnet, doch seit 1990 haben sich die Bestände stabilisiert (PECBMS 2011; aufgrund der erst später vorgenommenen Artentrennung ist die Nebelkrähe hier mitberücksichtigt). Bis zum Anfang dieses Jahrhunderts hielt die Zunahme in den Niederlanden an, bis es auch dort zu einer Bestandsstabilisierung kam (SOVON 2012).

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