Die Brutvögel

Nordrhein-Westfalens

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Rotkehlchen (Erithacus rubecula)

Bestandsentwicklung

Schon zu Beginn der avifaunistischen Aufzeichnungen galt die Art als weit verbreitet und häufig (Le Roi 1906). Für das Bergland berichtet Radermacher (1977) von langfristigen Zunahmen, die zum Teil mit verstärktem Fichtenanbau in Zusammenhang gebracht werden. In der Vergangenheit wurde von verschiedenen Autoren wiederholt vom Einfluss extremer Kältewinter auf die Brutpopulation berichtet (Mildenberger 1984), was heutzutage nicht mehr festgestellt wird. Dies könnte eine Erklärung für die positive Bestandsentwicklung in den letzten Jahrzehnten sein. Auch die Eutrophierung im Wald, die eine Zunahme der Brombeere in vielen Wäldern vor allem im Tiefland fördert, wirkt sich offensichtlich positiv auf den Brutbestand des Rotkehlchens aus. Die Gehölzanreicherung im Siedlungsbereich schafft für Rotkehlchen sicherlich ebenfalls Brutraum.

Das Rotkehlchen ist mit einem aktuellen Bestand von 485.000-620.000 Rev. die sechsthäufigste Art in NRW. Nach den Monitoringdaten zeigt sich seit 1994 ein insgesamt stabiler Bestandsverlauf. In Deutschland werden größere Fluktuationen beobachtet, und der Bestand ist leicht rückläufig (ADEBAR, in Vorb.). Starke Fluktuationen, die hauptsächlich mit verstärkter Wintermortalität korreliert werden können, prägen auch in den Niederlanden das Bild (SOVON 2012). Dagegen ist in Europa seit den 1980er Jahren eine kontinuierliche Zunahme zu beobachten (PECBMS 2011).

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