Die Brutvögel

Nordrhein-Westfalens

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Sperlingskauz (Glaucidium passerinum)

Bestandsentwicklung

Veränderungskarte Sperlingskauz

Veränderung der Brutverbreitung

Peitzmeier (1969) und Mildenberger (1984) erwähnen nur Einzelbeobachtungen zumeist aus dem Tiefland. Die Kenntnis der Verbreitung und Siedlungsdichte in Deutschland ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen, da großflächige Untersuchungen und Nachforschungen in geeigneten Habitaten seit den 1980er Jahren zur Entdeckung neuer Vorkommen im Rahmen einer Arealausweitung in Deutschland geführt haben (Wiesner 1997).

Die ersten drei Bruten in NRW wiesen Pfennig (1995) im Ebbegebirge (Märkischer Kreis) sowie Sonneborn & Daus (1995) im Altkreis Wittgenstein im Jahre 1994 nach (Pfennig in NWO 2002). Seit 1994 erfolgte in Westfalen eine Arealausbreitung verbunden mit einer Erhöhung der Siedlungsdichte. In Nordrhein wurden bis zum Jahr 2000 keine Bruten dokumentiert (Wink et al. 2005), und die ersten Reviernachweise erfolgten in der Eifel erst bei der aktuellen Atlas-Kartierung. Der Bestand des Sperlingskauzes lag im Zeitraum 2005-2009 landesweit bei 140-180 Revieren. Damit ist der Sperlingskauzbestand in der Regel größer als der des Raufußkauzes in Jahren mit geringer Kleinsäugerdichte. Über die Sperlingskauzpopulationen bestehen jedoch noch große Wissenslücken in Bezug auf die genaue Verbreitung, die Siedlungsdichte und die Stetigkeit der Ansiedlungen. Da sich die Art wohl noch immer in der Arealausweitung befindet, sind weitere Nachweise (eventuell auch aus dem Tiefland) möglich. Die bisher nachgewiesenen Reviere stammen oft von Zufallsfunden. Eine gezielte Suche in geeigneten Sperlingskauzhabitaten scheint sehr Erfolg versprechend zu sein und würde zu einem besseren Kenntnisstand dieser schwer nachzuweisenden Kleineule führen. Dank gezielter Suche wurden beispielweise in Hessen 293 Reviere erfasst, der Bestand wird dort auf 300-600 Rev. geschätzt (HGON 2010).

Die Kenntnis der Verbreitung und Siedlungsdichte in Deutschland ist in den vergangen Jahren deutlich gestiegen. Großflächige Untersuchungen und Nachforschungen in geeigneten Habitaten haben seit den 1980er Jahren zur Entdeckung neuer Vorkommen im Rahmen einer Arealausweitung in Deutschland geführt (Wiesner 1997).

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