Die Brutvögel

Nordrhein-Westfalens

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Steinkauz (Athene noctua)

Bestandsentwicklung

Veränderungskarte Steinkauz

Veränderung der Brutverbreitung

Le Roi (1906) und Neubaur (1957) nannten die Art einen verbreiteten und häufigen Jahresvogel in den Tiefebenen des Rheinlandes, was eine Quantifizierung des Bestands nicht zulässt. Eine Auswertung der zur Verfügung stehenden Literatur ermöglicht erst für das Jahr 1960 eine Abschätzung des Landesbestands. Danach ergibt sich ein Bestand von 6.000-10.000 BP (Jöbges & Franke 2006). Ausgeprägte Bestandsschwankungen nach schnee- und frostreichen Wintern überlagern die allgemeine Bestandsentwicklung. Insbesondere nach den Härtewintern 1962/63 und 1978/79 wurden auf Probeflächen Bestandsabnahmen bis zu 90 % festgestellt. Rückgänge wurden auch in den Wintern 1985/86 und 1986/87 registriert. Die Angaben von Mebs (1994) basieren auf regionalen Erfassungen, Hochrechnungen und Schätzungen. Erst ab Anfang der 1990er Jahre fanden großflächigere Kartierungen auch im Rahmen der Erstellung von Atlaswerken statt. In Nordrhein wiesen die Bestände 1974-1984 (Wink 1987) und 1990-2000 (Wink et al. 2005) keine nennenswerten Veränderungen auf, wobei der Bestand für die 1990er Jahre mit 1.500-2.500 BP angegeben wird. Gegenüber Mildenberger (1984), der einen Bestand von 1.800-

2.200 BP für Ende der 1970er Jahre angibt, ist der Bestand mehr oder weniger gleich geblieben. Für das Jahr 1997 schätzte Mebs (in NWO 2002) den Bestand für den Landesteil Westfalen auf 2.700 BP. Während die Brutbestände seit den 1980er Jahren am Unteren Niederrhein und in Mittelwestfalen relativ stabil sind und im Münsterland lokal zunehmen, erfolgte eine deutliche Abnahme am Arealrand. In NRW betrug der Bestand 2005-2009 5.200-5.700 Rev. und damit zwei Drittel des deutschen Brutbestands! NRW trägt aus diesem Grund eine große Verantwortung zum Schutz dieser Art, die deswegen auch der Wappenvogel der NWO ist. Der aktuelle Bestand liegt in NRW deutlich über den Bestandsschätzungen aus den 1990er Jahren, aber unter denen von 1960 (Jöbges & Franke 2006).

In den Niederlanden hat der Steinkauz in den 1990er Jahren etwa 40 % seines Bestands eingebüßt, worauf eine Stabilisierung auf niedrigerem Niveau erfolgte (SOVON 2012). In Deutschland gab es dagegen vor allem in Hessen deutliche Bestandszunahmen (HGON 2010, ADEBAR, in Vorb.).

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