Die Brutvögel

Nordrhein-Westfalens

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Stockente (Anas platyrhynchos)

Bestandsentwicklung

Veränderungskarte Stockente

Arealveränderung

Die Stockente war schon immer die häufigste Wasservogelart in NRW, doch fehlen Aussagen zur Bestandsgröße und -entwicklung (Le Roi 1906, Peitzmeier 1969). Es ist jedoch davon auszugehen, dass die Stockente bis zum Beginn des 20. Jahrhundert vor allem im Tiefland in den vielen Grabensystemen ein sehr häufiger Brutvogel war. Erste Bestandsangaben liegen für Mitte der 1960er Jahre vor, als Eber (1968a) einen geschätzten Maximalbestand von 12.500 BP angibt. Mildenberger (1982) schätzt Ende der 1970er Jahre den Brutbestand für Nordrhein auf 4.000-5.000 Paare. Ob der Bestand zu diesem Zeitpunkt deutlich unterschätzt wurde, da bei Enten damals oft nur Familienverbände gezählt wurden, kann heute nicht mehr beurteilt werden. Mildenberger (1982) führt jedoch aus, dass der Bestand in den 1970er Jahren zugenommen haben dürfte, da die Art nun in vielen städtischen Parks brütete. Denkbar ist auch, dass die Stockente von der Gewässereutrophierung in den 1960er und 1970er Jahren profitierte, wie auch von vielen neuen Gewässern, die durch Bodenabbau entstanden. In den 1990er Jahren wurde ein Bestand von 33.000-49.000 Paare festgestellt (NWO 2002, Wink et al. 2005). Aktuell wurden dagegen nur noch 21.000-51.000 Paare ermittelt, was einem Rückgang von etwa 20 % entspricht. Nach den Daten des Monitorings stieg der Bestand seit 2002 wieder leicht an.

Ursachen für die Bestandseinbußen dürften der Rückgang der Gewässereutrophierung und die Zunahme von Prädatoren sein. So nahm die Stockente z. B. im NSG Bienener Altrhein (Kreis Kleve) von ca. 60 Paaren Anfang der 1980er Jahre auf 12-13 Paare in den Jahren 2007-2010 ab (Gießing & Gießing 2011).

Bundesweit zeigt das Monitoring ab 1990 stabile Bestände mit jährlich deutlichen Schwankungen (ADEBAR, in Vorb.). In den Niederlanden ging der Bestand von 1990 bis 2010 um etwa 40 % zurück (SOVON 2012). Dagegen wurden in Europa in den 1980er Jahren noch Bestandszunahmen, ab Anfang der 1990er Jahre jedoch recht konstante Bestände registriert (PECBMS 2011).

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