Die Brutvögel

Nordrhein-Westfalens

logo NWO NWO
Nordrhein-
Westfälische
Ornithologengesellschaft
logo LANUV
-->
A+
A
A-

Wintergoldhähnchen (Regulus regulus)

Bestandsentwicklung

Da die Fichte in NRW erst zur Mitte der 19. Jahrhunderts aus forstwirtschaftlichen Gründen eingeführt und angebaut worden ist, wurde eine flächige Besiedlung durch das Wintergoldhähnchen erst vor ca. 150 Jahren eingeleitet. Vor dieser Zeit war das Wintergoldhähnchen kein oder allenfalls ein seltener Brutvogel. Mit dem verstärkten Fichtenanbau nahm der Brutbestand stetig zu, und um 1900 war die Art in Fichten- und Kiefernbeständen allgemein verbreitet (Le Roi 1906). Abgesehen von erheblichen kurzfristigen Bestandsschwankungen durch Kältewinter (Mildenberger 1984) nahmen die Bestände weiterhin zu. Dies wurde auch durch die Einwanderung in koniferenreiche Friedhöfe, Gärten und Parkanlagen im Siedlungsbereich forciert. Weißenborn & Bellebaum (in NWO 2002) gehen für Westfalen von einer Bestandsstabilisierung seit den 1960er Jahren aus. Dagegen stellten Wink et al. (2005) in Nordrhein noch Arealexpansionen bis in die 1990er Jahre hinein fest. Erst durch den Orkan Kyrill im Jahr 2007, der vor allem Fichtenbestände geworfen hat, wurde die Bruthabitat-Gesamtfläche merklich reduziert.

Das Wintergoldhähnchen hat einen aktuellen Bestand von 150.000-240.000 Revieren, der sich seit den 1990er Jahren als stabil erweist. Trotz gewisser Fluktuationen zeigt sich in Deutschland seit 1990 ein deutlicher Bestandsrückgang (ADEBAR, in Vorb.). In den Niederlanden gab es starke Bestandsschwankungen mit einem großen Maximum Anfang der 2000er Jahre (SOVON 2012). Für Europa wurde insgesamt seit 1980 eine deutliche Abnahme festgestellt (PECBMS 2011).

Inhalt

Artenverzeichnis

Bitte geben Sie hier Buchstaben ein, um die Artenliste einzublenden.

Der Brutvogelatlas wurde unterstützt von

Artpate werden

Unterstützen Sie die Arbeit der NWO durch die Übernahme einer Patenschaft

Artpaten