Die Brutvögel

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Elster (Pica pica)

Gefährdung / Schutz

Die Elster ist aufgrund ihrer ungewöhnlichen Flexibilität in ihrem Bestand und ihrer Verbreitung nicht gefährdet (Sudmann et al. 2008). Sie hat jedoch — wie fast alle Rabenvögel — ein Imageproblem und gehört seit jeher zu den ungeliebten Arten (Steiof & Bauer 1995). Ende des 19. und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war sie vielerorts, vor allem im näheren Umfeld von Städten und Dörfern, fast ausgerottet worden (Rade & Landois 1886, Conrads 1957). Hierzu trugen mitunter auch Ornithologen bei. So empfahl Floericke (1907) zur Elster: „… in Gärten jedenfalls sollte man sie nicht dulden“. Aus diesen Gründen wurde sie wie kaum eine andere Vogelart bis in die jüngste Gegenwart unkontrolliert verfolgt. Mittlerweile wurde eine Jagdzeit festgesetzt, und in der Saison 2009/10 betrug die Jagdstrecke ohne Fallwild 39.849 Individuen (Petrak & Eylert 2011). Als Jagdgrund wird in der Regel der Schutz der „einheimischen Singvögel“ angegeben, wobei einmal verkannt wird, dass die Elster selbst zu dieser Vogelgruppe gehört, und zum anderen, dass die höchsten Elsternbestände dort vorhanden sind, wo auch viele kleine Singvogelarten in hohen Dichten leben. Der Abschuss von Elstern war schon immer fragwürdig (z. B. Haupt 2000) und stellt sich vor dem Hintergrund abnehmender Elsternbestände als unsinnig heraus.

Systematische und beharrliche Öffentlichkeitsarbeit zur Imageverbesserung dieses wunderschönen Vogels, bei Kindern und Jugendlichen angefangen, ist die beste Schutzmaßnahme für die Elster.

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