Die Brutvögel

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Grauspecht (Picus canus)

Gefährdung / Schutz

Der Grauspecht musste in der letzten Roten Liste in die Kategorie „Stark gefährdet“ höhergestuft werden (Sudmann et al. 2008). Seine Gefährdung kann wohl auf zwei Schlüsselfaktoren zurückgeführt werden: das Angebot an absterbenden und toten Bäumen (Nisthöhlenanlage und winterliche Nahrungsquelle) sowie die Ameisenverfügbarkeit in lichten Waldbeständen, Waldlücken und waldnahen mageren Offenflächen. Obwohl in vielen Wäldern immer noch Mangelfaktor, hat die Menge an Alt- und Totholz in den letzten Jahren zugenommen. Die Wälder sind durch naturnahe Bewirtschaftungsverfahren mit frühzeitiger Verjüngung im Bodenbereich dunkler geworden, und die Eutrophierung durch Luftimmissionen und Kalkung führte zu einer Verdichtung der Krautschicht (z. B. mit Brombeere), was die Ameisenverfügbarkeit örtlich einzuschränken vermag. Windbrüche wie die „Kyrillflächen“ fördern andererseits die Nahrungsverfügbarkeit für den Grauspecht.

Die wichtigsten Schutzmaßnahmen sind einerseits Erhalt und Förderung von (Ur-)Altbäumen, die sich selbst überlassen bleiben. Die geschieht am besten in Form eines flächenweiten Angebots von Altbaumgruppen oder -inseln, die in den Wirtschaftswald netzartig zu integrieren sind (Weiss 2005). Andererseits ist ein Waldlückenmanagement erforderlich, das über Baumnutzung in Kleinflächen, Wildtierbeweidung und Belassen von Windbruchflächen ein mosaikartiges Angebot an Waldlichtungen anbietet.

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