Die Brutvögel

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Stockente (Anas platyrhynchos)

Gefährdung / Schutz

Habitatzerstörung oder -beeinträchtigung spielen bei der Stockente so gut wie keine Rolle. Auch der Rückgang der Gewässereutrophierung mag zwar lokal zu Bestandseinbußen geführt haben, hat aber letztendlich nicht zu einer Gefährdung der weiterhin hohen Brutbestände geführt.

Obwohl die Stockente gerade an Parkgewässern oft sehr vertraut erscheint, kann es in naturnahen Gebieten zu menschlichen Störungen und Brutaufgaben kommen. Die Störungen können durch Badebetrieb, Wassersport und Angeln verursacht werden (z. B. Sudmann et al. 1996).

Die Stockente gehört zu den jagdbaren Arten, und alljährlich werden in nicht dokumentiertem Umfang etliche Enten von Jägern ausgesetzt. Dabei handelt es sich vielfach nicht um die Wild-, sondern um mehr oder weniger wildfarbene Zuchtformen, wobei Hochbrut-Flugenten in verschiedenen Farbschlägen gezüchtet werden (Schmidt 1996). Diese Farbschläge werden vielfach in Parkanlagen gesichtet (Sonnenburg & Schmitz 2006). Durch Bastardisierung mit echten Stockenten besteht eine genetische Gefährdung der Art, die auch zu mangelnder Fitness und geringerer Reproduktion zumindest in der freien Landschaft führen kann (eig. Beob.). Dies könnte eine Erklärung dafür sein, dass Sonnenburg & Schmitz (2006) im Zeitraum 1997 bis 2004 keine Zunahme beim Anteil fehlfarbener Stockenten feststellten. Wegen der genetischen Gefährdung sollte das Aussetzen von Stockenten gänzlich unterbleiben.

In der Saison 2009/10 lag die Jagdstrecke ohne Fallwild bei 84.108 Individuen (Petrak & Eylert 2011).

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