Die Brutvögel

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Wiesenpieper (Anthus pratensis)

Gefährdung / Schutz

Wiesenpieper leiden unter Lebensraumverlust, Eutrophierung und Pestizideinsatz, die zum Verlust freier Bodenstellen und einem Rückgang der Insektennahrung führen. Frühe Mahd und hohe Viehdichten verursachen Brutverluste. Vermutlich gibt es weitere Ursachen, denn auch geeignet erscheinende Gebiete werden nicht mehr besiedelt, und auch die Populationen in Feuchtwiesenschutzgebieten sind oft rückläufig (Sudmann et al. 2008). Pflegemaßnahmen auf den Hochheiden der Mittelgebirge mit Gehölzentfernung und Beweidung waren nur zeitweise erfolgreich (Hölker in NWO 2002) und konnten den Bestandsrückgang letztlich nicht aufhalten (König & Santora 2007, Legge 2009b). Dagegen führte die extensive Bewirtschaftung auf dem Flughafengelände Köln/Bonn zu Bestandszunahmen (Hauth & Skibbe 2010). Die hohen Dichten am Unteren Niederrhein werden in den Uferwällen am Rhein erreicht, wo sichere Nistplätze in Grasbulten und Hochstauden direkt neben schütteren und unbewachsenen Uferbereichen existieren.

Schutzmaßnahmen sollten in einer extensiven Bewirtschaftung von Feuchtgrünländern und der Biotoppflege in Moorund Heidegebieten bestehen (Sudmann et al. 2008). Dabei sind eine späte Mahd ab dem 1. Juli mit Abtransport des Mahdguts, möglichst keine oder späte Beweidung mit geringem Viehbesatz, ein Belassen von Wiesenbrachen und eine reduzierte Düngung wichtig (Hölker in NWO 2002, Kiel 2007). Der wichtigste Faktor sind jedoch vermutlich Rohbodenanteile in größerem Umfang.

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