Die Brutvögel

Nordrhein-Westfalens

logo NWO NWO
Nordrhein-
Westfälische
Ornithologengesellschaft
logo LANUV
-->
A+
A
A-

Buntspecht (Dendrocopos major)

Lebensraum

Der Buntspecht ist der Generalist unter den heimischen Spechtarten. Er besiedelt alle Wälder, Forsten, Parkanlagen, Friedhöfe und andere Gehölzflächen, sofern nisthöhlentaugliche Bäume vorhanden sind. Bäume ab ca. 15 cm Brusthöhendurchmesser dienen als Höhlenbäume. Im Stammbereich oder in stärkeren Kronenästen werden die Höhlen in geschwächten, kranken oder toten Holzstellen angelegt. Der Buntspecht brütet auch in Kleinstwäldern, Baumgruppen, Baumreihen und Einzelbäumen, wenn ausreichende Nahrungsgründe in der Nähe sind. Bevorzugt werden Eichen- und Buchen-Eichenmischwälder sowie Au- und alte Kiefernwälder besiedelt (Weiss 1998). Nach Blume

& Tiefenbach (1997) beträgt die Reviergröße unter optimalen Bedingungen 4-10 ha, unter weniger günstigen Lebensraumkonditionen 25-60 ha.

Der Buntspecht nutzt zum Höhlenbau eine Vielzahl an Baumarten, wobei Eiche, Rotbuche, Birke und Kiefer am häufigsten sind. Die meisten Höhlen werden in Höhen von 2-12 m in den Hauptstamm gemeißelt (Mildenberger 1984).

Im Sommerhalbjahr sammeln Buntspechte ihre Wirbellosen-Nahrung hauptsächlich von Stämmen, Ästen und Blättern ab, daneben hacken sie zur Nahrungssuche an und unter Baumrinden sowie im stehenden und liegenden Totholz. Hauptnahrung im Winterhalbjahr stellen dagegen Koniferensamen dar, die sie in sogenannten Spechtschmieden aus den Zapfen heraushacken. Daneben suchen sie überwinternde Arthropoden in Borke, Rinde, Morsch- und Totholz sowie in Moospolstern (Weiss 1998).

Inhalt

Artenverzeichnis

Bitte geben Sie hier Buchstaben ein, um die Artenliste einzublenden.

Der Brutvogelatlas wurde unterstützt von

Artpate werden

Unterstützen Sie die Arbeit der NWO durch die Übernahme einer Patenschaft

Artpaten