Die Brutvögel

Nordrhein-Westfalens

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Elster (Pica pica)

Lebensraum

Die Elster war seit jeher ein ausgeprägter Kulturfolger (Glutz von Blotzheim & Bauer 1993). Sie siedelte bis in die 1950er Jahre fast nur in ländlichen Bereichen. Danach erfolgte schubweise eine allmähliche Einwanderung in Städte und Dörfer (Conrads 1957) und führte schließlich zu der heutigen Präferenz der urbanen Lebensräume und weitgehenden Aufgabe der offenen und halboffenen Kulturlandschaft. In dieser nistet sie ebenfalls fast ausschließlich in Dörfern (vgl. Bellebaum 1996).

Typische Neststandorte waren früher hoch in Pappeln und Eichen an Bauernhöfen, in Straßenbäumen sowie Einzelbäumen in der offenen Feldflur, in Weiden-Erlen-Birken-Komplexen entlang von stehenden und fließenden Gewässern sowie in durch ständigen Schnitt und Verbiss dichten, oft dornigen Feldhecken (Peitzmeier 1969, Mildenberger 1984).

Heute sind typische Neststandorte Garten-, Straßen- und Alleebäume in Stadtgebieten aller Urbanisierungsgrade bis hin zur Citylage, Obst- und Nadelbäume in der Gartenstadt, Säulenpappeln, Gehölze älterer Sukzessionsstadien an Ausfallstraßen, Bahndämmen, Schulen, Kindergärten, Sportplätzen und in Gewerbegebieten. Auch Gittermasten von Freileitungen werden mittlerweile angenommen (Schücking 1991). Die Nester werden meist in Höhen um die 10 m gebaut (Mildenberger 1984).

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