Die Brutvögel

Nordrhein-Westfalens

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Gartengrasmücke (Sylvia borin)

Lebensraum

Trotz eines weiten Bruthabitatspektrums sind die Brutplätze der Gartengrasmücke durch hohen Lichteinfall und damit günstigeres, da wärmeres Kleinklima gekennzeichnet. Deutlich ist die geringere Toleranz z. B. in Wäldern gegenüber einer geschlossenen Baumschicht im Vergleich zur Mönchsgrasmücke zu erkennen. Ist eine geschlossene Baumschicht vorhanden, werden Randstrukturen von Wäldern und Kleingehölzen wie z. B. innere und äußere Waldränder besiedelt. Wichtig sind die Ausbildung einer dichten Strauchschicht bzw. dichte Waldbestände jüngerer Waldentwicklungsphasen wie z. B. Dickungen und dichte Laubholznaturverjüngungen. Daneben sind eine üppige Krautschicht bzw. angrenzende Hochstaudenfluren vorteilhaft. Außerhalb geschlossener Wälder werden gern auch Feldgehölze, Gebüschkomplexe und Gehölzstreifen besiedelt. Entsprechende Strukturen im Siedlungsraum wie gebüschreiche Gärten und Sukzessionsstadien sowie jüngere Gehölzbestände in Industriegebieten werden als Lebensraum ebenfalls gerne angenommen. Nach den Ergebnissen der ÖFS werden feuchte Standorte in den Fluss- und Bachauen — möglicherweise auch wegen der dort meist überdurchschnittlich gut ausgebildeten Staudenfluren — gegenüber anderen Landschaftsräumen favorisiert. Auch nach Flade (1994) werden die höchsten Siedlungsdichten in Weidenwäldern der Flussauen sowie in Birken- und Erlenbruchwäldern erreicht.

Die Nester werden in Dornsträuchern, Laubhölzern, Brennnesselbeständen, Rankpflanzen und in der Krautschicht, seltener in Nadelbäumen gebaut. Dabei bevorzugt die Gartengrasmücke eine Nesthöhe von unter einem Meter (Mildenberger 1984).

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