Die Brutvögel

Nordrhein-Westfalens

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Kernbeißer (Coccothraustes coccothraustes)

Lebensraum

Der Kernbeißer gilt als charakteristischer Waldbewohner, ohne dass er sich einer bestimmten Waldgesellschaft zuordnen ließe. Dem Namen nach, früher „Kirschkernbeißer“, sollte man ihn häufig in Obstbaumbeständen und Alleen mit Kirschbäumen erwarten. Hier trifft man ihn aber lediglich als Nahrungsgast an. Vielmehr bevorzugt er lichte Wälder, wo er sich zur Brutzeit wie als Wintergast im oberen Baumdrittel und besonders in der Kronenregion strukturreicher Laubwaldgesellschaften aufhält. Hier nutzt er Hainbuchenund Eichenbestände, stark mit Laubholz durchsetzte Nadelwälder oder Auwälder mit Birke, Erle und Schwarzpappel als Nahrungswie als Brutraum. In der halboffenen Landschaft siedelt er in Feldgehölzen, in der abwechslungsreichen Gartenstadt besonders in Parks oder Friedhöfen (Mildenberger 1984, Bellebaum in NWO 2002).

Als Baumbrüter nutzt der Kernbeißer für die Nestanlage gern ausladende Seitenäste oder besenartige Stammausschläge, wie sie bei Birke, Buche oder Eiche auftreten. Generell werden die Nester in einer Vielzahl von Baumarten gebaut, wobei Laubund Obstbäume bevorzugt werden. Es kommt aber auch zu Bruten in Dornsträuchern und Nadelbäumen. Meistens befindet sich das Nest in Höhen zwischen 4 und 10 m (Mildenberger 1984).

Da die Wintersterblichkeit des Kernbeißers maßgeblich über das Samenangebot in den Laubwäldern, insbesondere an Bucheckern bestimmt wird, werden die kurzfristigen Bestandsschwankungen entscheidend von der Buchenmast gesteuert (Flade & Schwarz 2004), die über die Höhe des Brutbestands im folgenden Frühjahr entscheidet. Dagegen hat die Strenge des Winters keinen Einfluss auf den Brutbestand.

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