Die Brutvögel

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Zilpzalp (Phylloscopus collybita)

Lebensraum

Unser häufigster Laubsänger ist ein Gehölz- und Waldbewohner. Laub-, Misch- und Nadelwälder werden ohne erkennbare Präferenz zu bestimmten Baumarten besiedelt. Entscheidend für eine Besiedlung sind Struktur und Bestandsaufbau. Der Zilpzalp bevorzugt ungleichartige, gestufte Gehölz- und Waldbestände. Das Vorhandensein einer lückigen Baumschicht und einer gut ausgebildeten Strauchschicht sind vorteilhaft bzw. Bedingung für eine Ansiedlung. Kleinere natürliche Bestandslücken in geschlossenen Wäldern z. B. durch Windwurf oder durch femel- bzw. plenterartige Bewirtschaftung entstandene Waldformationen erfüllen diese Ansprüche besonders. Innere und äußere Waldränder, z. B. an Wegrändern und Schneisen, werden diesen Grundvoraussetzungen ebenfalls gerecht. Vereinfacht ausgedrückt könnte man sagen: Der Zilpzalp liebt das„Durcheinander“ im Wald. Bedingt durch die recht kleine Reviergröße kann der Zilpzalp auch kleinflächige Gehölzbestände, Feld- und Siedlungsgehölze besiedeln, ja sogar aufgewachsene Hecken und Alleen. Ebenfalls hohe Siedlungsdichten können in Gartenstädten, Villenvierteln und eingegrünten Gewerbegebieten erreicht werden, wenn diese entsprechende Gehölzbestände auch ältere Bäume und gut ausgebildete Strauchstrukturen aufweisen.

Gemieden werden hingegen altersgleiche dunkle Kunstforste und Waldbestände (Fichte, Buche) ohne strauchigen Unterwuchs. Der Zilpzalp ist jedoch nicht streng an Wälder gebunden. Die Nester werden in Sträuchern, Bäumen und in der Krautschicht gebaut (Mildenberger 1984).

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