Die Brutvögel

Nordrhein-Westfalens

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Kanadagans (Branta canadensis)

Verbreitung 1700-2600 Paare

Bild Kanadagans

Foto: Hans Glader

Verbreitungskarte Kanadagans

Brutverbreitung 2005-2009

Das natürliche Verbreitungsgebiet der Kanadagans erstreckt sich über fast ganz Nordamerika (Carboneras 1992). In Großbritannien wurde die Kanadagans bereits 1665 eingebürgert, und die Population umfasst mittlerweile mehr als 50.000 Individuen (Madsen et al. 1999). In Schweden erfolgte die Aussetzung zur jagdlichen Nutzung 1929. Danach entwickelte sich die skandinavische Population gut und wuchs auf mittlerweile 70.000 Individuen an (Madsen et al. 1999, Bauer et al. 2005). Diese zieht im Winter nach Süden und überwintert im Ostseeraum, wobei sie jedoch nicht ins deutsche Binnenland vordringt (Heinicke & Geiter 2007).

Die erste Freilandbeobachtung der Kanadagans in Deutschland erfolgte bereits 1884, die ersten Freilandbruten wurden in den 1920er Jahren und 1957 in Bayern sowie 1968 in Schleswig-Holstein registriert (Bauer et al. 2005). Regelmäßige Bruten wurden ab 1980 in Hessen beobachtet (HGON 2010). Damit gilt die Art seit 2004 in Deutschland als etabliert (Kriterium: 25 Jahre nach Bauer & Woog 2008).

Das Zentrum der Verbreitung in NRW befindet sich im Ruhrgebiet, wo neben der Ruhraue mit den Stauseen auch viele Parkgewässer besiedelt sind, und im Ostmünsterland. Daneben gibt es weitere lokale Zentren, die aus eigenständigen Ansiedlungen hervorgegangen sind. Der Niederrhein ist zwischen Dinslaken und Emmerich unbesiedelt. Erst im Raum Emmerich-Kleve-Kalkar gibt es eine weitere Population, die aus einer Ansiedlung hervorgegangen ist. Auch die Weseraue ist noch nicht besiedelt.

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