Die Brutvögel

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Schlagschwirl (Locustella fluviatilis)

Verbreitung 0-4 Reviere

Bild Schlagschwirl

Foto: Christoph Robiller (www.naturlichter.de)

Verbreitungskarte Schlagschwirl

Brutverbreitung 2005-2009

Das Hauptverbreitungsgebiet des Schlagschwirls erstreckt sich vom östlichen Mitteleuropa ostwärts bis nach Westsibirien. Er ist ein Langstreckenzieher, dessen Winterquartiere im südlichen Afrika liegen. In Deutschland liegt die westliche Verbreitungsgrenze grob auf einer Nord-Süd-Linie vom östlichen Schleswig-Holstein und östlichen Niedersachsen bis ins mittlere Bayern. Westlich davon treten Bruten nur sporadisch auf. Durch Zugprolongation kommt es hier aber regelmäßig zum Auftreten einzelner Vögel, die dann in der Regel ausgiebig singen. In Kombination mit der zur Brutzeit ansonsten heimlichen Lebensweise der Art ist eine Verbreitungsgrenze nur schwer abzuschätzen (Glutz von Blotzheim & Bauer 1991, Bauer et al. 2005).

Im Zeitraum 2005-2009 gab es mehrfach brutverdächtige Nachweise des Schlagschwirls in NRW. Diese lagen in den Kreisen Minden-Lübbecke, Höxter, Warendorf, Soest, Hamm, Düsseldorf und Mettmann. Bruten des Schlagschwirls sind bis heute in NRW nicht mit absoluter Sicherheit nachgewiesen worden, obwohl auch viele ältere Nachweise sicherlich die Kriterien der ADEBAR-Methodik erfüllen. So gibt es eine Reihe vergleichbarer Beobachtungen, die durch die Seltenheitenkommissionen von GRO und WOG gesammelt und geprüft worden sind. Dabei handelt es sich um Nachweise Revier besetzender Männchen, die über längere Zeiträume von Mitte Mai bis Mitte Juli anwesend waren. Bei den meisten Nachweisen von Schlagschwirlen hierzulande handelt es sich jedoch im Gegensatz dazu um Einzelnachweise singender Individuen mit kurzer Aufenthaltsdauer — wohl Durchzügler, denn Schlagschwirle singen auch auf dem Zug (Glutz von Blotzheim

& Bauer 1991, Bauer et al. 2005). Unverpaarte Männchen singen sowohl tagsüber als auch nachts ausgiebig. Sie werden häufiger registriert als verpaarte Männchen, deren Gesang wesentlich kürzer und meist auf die Abend- und frühen Nachtstunden beschränkt ist (Glutz von Blotzheim & Bauer 1991). Dass es sich bei den Nachweisen im Rahmen der Atlaskartierung um tatsächliche Bruten handelt, ist also möglich, aber nicht gänzlich sicher. Der Erfassungsmethodik und der Einschätzung der Kartierer zufolge werden die Nachweise hier als wahrscheinliche Bruten aufgeführt. Neben den genannten Revieren ist von einer gewissen Grauziffer unbekannter Vorkommen auszugehen, die aus methodischen Gründen nicht entdeckt wurden.

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